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Neujahrsrätsel 2022


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Neujahrsrätsel 2022

Im vergangenen Jahr bewirkte in Roisdorf die Benennung der Straßen des Neubaugebiets zwischen Fuhrweg und Herseler Straße nach verdienten historischen Persönlichkeiten einige Irritationen. Zum einen wegen nachträglich aufgekommener Vorbehalte gegen eine der Personen, zum anderen, weil die vorgesehenen Straßennamen generell auf den Widerstand derjenigen Familien stießen, die sich dort ansiedeln wollen.

Straßen nach Persönlichkeiten zu benennen, ist eben stets, nicht nur in Roisdorf, eine heikle Sache. Gleichwohl ist dies auch hier, insbesondere in Neubau- und Gewerbegebieten, immer wieder erfolgt. Gegenstand unseres diesjährigen Rätsels ist es, den aufgeführten biografischen Hinweisen die korrekten Straßennamen zuzuordnen. Hinter den Straßennamen finden sich einzelne Buchstaben, die, an einander gereiht, einen Straßennamen ergeben, den es bislang noch nicht gibt, obwohl der damit zu würdigende, wohl bedeutendste Roisdorfer seinerzeit Oberhaupt eines souveränen europäischen Staates war.

Hier die Angaben zu den Persönlichkeiten:

1. Anstelle der mit bedenklichen Flecken in der Biographie behafteten Politikerin Helene Wessel wurde schließlich nach dieser verdienstvollen katholischen Frauenrechtlerin eine der neuen Straßen zwischen Fuhrweg und Herseler Straße benannt.

2. Sie galt aufgrund ihrer eleganten Erscheinung als die erste „Miss Bundestag“. Dem bundesdeutschen Parlament gehörte sie von 1953 bis 1990 an, wobei sie ab 1972 als dessen Präsidentin, später Vizepräsidentin fungierte.

3. Alles Erdenkliche aus Leder, von Überzügen für Militärhelme und Patronentaschen bis hin zu Koffern und Taschen aller Art, wurde in der Fabrik dieser Familie erzeugt, die fast ein Jahrhundert lang der bedeutendste Arbeitgeber Roisdorfs war.

4. Aus Oedekoven stammend war er ab 1885 Lehrer, später Hauptlehrer an der Roisdorfer Dorfschule, aber er engagierte sich u.a. auch als Gründungsdirigent des Kirchenchors „Cäcilia“, war dann von 1931 bis 1933 sogar Roisdorfer Ortsvorsteher.

5. Im Jahre 1967 stand auch mancher Roisdorfer am Herseler Rheinufer und gab dem „Alten“ die Ehre, dessen Sarg mit einem Schnellboot der Bundeswehr von Köln zur Bestattung nach Rhöndorf, seinem Wohnort, gefahren wurde.

6. Der schwedische Grafensohn war der Kunst wegen ins Rheinland gekommen, der Liebe wegen geblieben, und schuf sich mit seinem selbstentworfenen Schlösschen im Siefenfeldchen einen repräsentativen Wohnsitz und den Ausgangspunkt für seine jagdlichen Aktivitäten.

7. Er entwickelte das erste praxistaugliche Automobil, das er 1886 zum Patent anmeldete. Sein Unternehmen fusionierte 1926 mit der „Daimler-Motoren-Gesellschaft“ und gilt bis heute als einer der führenden deutschen Automobilhersteller.

8. Der Staatsmann schuf wesentliche Grundlagen für die Gestaltung des Preußens nach der Napoleonischen Ära und machte sich auch um die Reform der kommunalen Verwaltung verdient, weshalb man ihm eine Straße unweit des Bornheimer Rathauses widmete.

9. Er war ein Kölner Mineralwasserhändler, der ab den 1870er Jahren den Roisdorfer Brunnen modernisierte, damit die Grundlage für eine Produktion im industriellen Maßstab schuf und die bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte des Brunnens einleitete.

10. Von 1905 bis 1947 wirkte sie hier als Lehrerin, insbesondere als solche der weiblichen Oberklasse. Eine Respektperson blieb sie auch weiterhin, achtete von ihrem eigenen, samtbezogenen Betstuhl aus streng darauf, dass die Schulkinder sich in der Pfarrkirche andächtig betrugen.

11. Der erste deutsche Bundespräsident, ein verdienter liberaler Parteipolitiker bereits in der Weimarer Zeit, war für Unkompliziertheit und auch Humor bekannt. „Nun siegt mal schön!” rief er der neugegründeten Bundeswehr zu.

12. Sie wurde 1961 von Adenauer als erste Bundesministerin, zuständig für das Gesundheitswesen, ernannt. Mit weiteren Parlamentarierinnen, die nicht bereit waren, erneut ein Kabinett ohne weibliche Beteiligung hinzunehmen, hatte sie zuvor eine Sitzblockade vor dem Kabinettssaal durchgeführt.

13. Am „Oberdorfer Kirchweg“ erbaute sich vor ca. 150 Jahren der Industriemanager Theodor von Zilliken eine repräsentative klassizistische Villa. Er benannte sie nach seiner Frau, die später dann auch der zur Villa hinaufführenden Straße ihren Namen gab.

14. Der Physiker, der im 19. Jahrhundert das erste Gerät zur Übertragung von Tönen über elektrische Leitungen und damit das von ihm so benannte „Telephon“ konstruierte, soll mit den „Rollschlittschuhen“ auch eine frühe Form der Inlineskates entwickelt haben.

15. Der Industrielle, Ingenieur und Erfinder legte mit der Eröffnung der „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ im Jahr 1886 in Stuttgart den Grundstein für die eine heutige, nach ihm benannte GmbH, die als der weltweit größte Automobilzulieferer gilt.

16. Auf das „Eiserne Kreuz“, mit dem für seinen Einsatz als Militärseelsorger im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ausgezeichnet worden war, war der geistliche Autor und erste Pastor der selbständigen Roisdorfer Pfarrgemeinde St. Sebastian besonders stolz.

17. Mit der letzten Fahrt des „Feurigen Elias“ war der Junglehrer 1929 nach Roisdorf gekommen, wo er später, bis 1971, die Dorfschule als Rektor leiten sollte. Stets die Fotokamera griffbereit, dokumentierte er über Jahrzehnte das Dorfleben, eine Sammlung, die leider weitgehend verloren ging.

18. Als man im Jahre 1773 am Fuße des Lindenbergs die erste kleine Roisdorfer Kirche weihte, griff man auf die hiesige Verehrung dieses frühchristlichen Märtyrers zurück, den man vor allem in Zeiten von Pestepidemien anrief und auch dann, wenn man von Aussatz befallen war.

19. Er ist der einzige gebürtige Roisdorfer, Sohn eines Landwirts aus der Siegesgasse, nach dem eine hiesige Straße benannt wurde. Er brachte als junger Lehrer ab 1818 die erste Roisdorfer Elementarschule in Schwung und sorgte für den Bau eines eigenen Schulhauses in der Brunnenstraße.

20. Kaum jemand weiß, dass der Platz vor dem Bornheimer Rathaus nach ihm benannt ist, dem sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten, der sich 1933 mit einer flammenden Rede mutig der Machtübernahme durch die NSDAP entgegenstellte und der später im Pariser Exil verstarb.

21. Nach wem diese vormalige Trasse des 1929 eingestellten „Feurigen Elias“, noch jahrzehntelang unbefestigt, benannt wurde, ist nicht herauszufinden. Auf jeden Fall war er, wenigstens gemäß Wilhelm Busch, ein „arger Wüterich“.


Hier die Straßen:

Adenauerallee (V)

Annastraße (R)

Annemarie-Renger-Straße (A)

Carl-Benz-Straße (N)

Custorstraße (U)

Elisabeth-Schwarzhaupt-Straße (O)

Freiherr-vom-Stein-Straße (R)

Friedrichstraße (E)

Gammersbachweg (U)

Heilgersstraße (T)

Helene-Weber-Straße (P)

Heussstraße (D)

Hilger-Thiesen-Straße (S)

Johann-Heister-Weg (L)

Johann-Philipp-Reis-Straße (F)

Josef-Görtz-Straße (R)

Lucie-Simon-Weg (S)

Mörnerstraße (O)

Otto-Wels-Platz (S)

Robert-Bosch-Straße (S)

Sebastianusweg (A)


Viel Spaß beim Rätseln!

Hier zur Not die Auflösung