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Wallfahrt zur Rosa Mystica nach Buschhoven

"Du bist die reinste Rose ..."

Roisdorfer Wallfahrer auf dem Weg nach Buschhoven

"Du bist die reinste Rose, ganz schön und auserwählt - die Magd, die makellose, der sich der Herr vermählt!"

Morgendliche Sonnenstrahlen durchbrechen das frühsommerliche Laub des noch im Dunst liegenden Villewalds, während eine stattliche, von Vortragekreuz und Fahnen angeführte Schar von Wallfahrern Lieder und Gebete zu Ehren der Gottesmutter Maria anstimmt. Man ist auf dem Weg zum Fest "Maria-Rosen" in Buschhoven, einem am Rande des Kottenforstes gelegen Ort.

Einzug in Buschhoven

Rosa Mystica, Geheimnisvolle Rose, wird das dortige Gnadenbild seit jeher genannt. Im Jahre 1978 hat die Roisdorfer Pfarrgemeinde St. Sebastian die alljährliche Wallfahrt zum Rosenfest am Sonntag vor dem Johannistag wieder aufgenommen, und nicht nur die Roisdorfer, sondern auch Gläubige aus benachbarten Pfarreien schließen sich dem inzwischen gerne an. 2012 wird die Wallfahrt erstmals offiziell für den gesamten Seelsorgebereich angeboten.

Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Katharina Buschhoven

Wie immer halten die Wallfahrer vor der "Römerbrücke", dem Eingang nach Buschhoven inne, um vor der dortigen Marienkapelle erstmals die Muttergottes zu grüßen, ihrer Fürsprache die verstorbenen Buschhovenpilger anzuempfehlen und dann singend durch die mit Maien und mit rosengeschmückten Triumphbögen versehenen malerischen Dorfstraßen in den Ort einzuziehen. Auf dem Vorplatz der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Katharina nehmen sie an dem festlichen, in der Regel von einem Bischof oder Abt zelebrierten Hochamt teil, nach dessen Ende die die aus nah und fern angereisten Wallfahrer sich zur Prozession mit dem Allerheiligsten und dem Gnadenbild durch den Ort formieren.

Feierliches Hochamt zum Maria-Rosen-Fest

Im Anschluss an die vom feierlichen Beiergeläute der Pfarrkirche untermalte Prozession reichen fleißige Helfer allen Teilnehmern Rosen, die anschließend gesegnet werden, um als Andenken an die Wallfahrt und als Anregung zum Gebet zur Rosa Mystica in Krankheit und Sorgen mit nach Hause genommen zu werden.

Die Rosa Mystica in der Rosenhecke als Patronin von Stift Schillingskapellen

Mit der Wallfahrt zum „Maria-Rosenfest“ ist eine Tradition lebendig, die bis ins hohe Mittelalter, genauer bis ins Jahr 1190 zurückreicht. Über den Anlass zur Wallfahrt gaben einst im Jahr 1686 angefertigte Holztafeln Auskunft:

"Als man dußend hondert und neunzig zählt/ Ein Ritter Wilhelm Schillingk von Buschfelt/ Herr zu Borenheim auf die Jagd geritten ist/ viel Wilt wollt fangen zu selbiger Frist./ Gott aber der alle Ding weißlich regiert/ Ihn durch das Bellen seiner Honde führet/ zu einer Hecken darinnen das rechte Wild/ gefunden, unser lieben Frauen Bild/ zwischen zwey brennenden Wachskerzen stahn/ ein kleines Klöcklein hing auch auf dem Plan/ darob der Ritter sich hoch verwundern thet/ und auch auf den Ort ein Capell gebauet hett/ das Bild mit Reverentz darnieder gesetzt/ das Klöcklein zuletzt in die große Klock gesetzt/ gegossen ward. Darnach der Ritter aus Andacht/ sich über Meer zum heyligen Grab gemacht/ alß er nun wiederum mit Glück zu Haus anlendt/ ein Kirchlein gebauet hat an diesem Endt/ dieselbe reichlich und wohl bestiftet/ noch zweimahl zum heiligen Land geschiffet/ viel Heyligthumb von dannen mit sich gebracht/ die alle gezeigt werden mit Andacht/ sein Haußfrau Alheidt mit zwo Töchtern fein/ zum ersten in dies Kloster gegangen seyn/ deren die eine Lätitia genannt/ Vor die erste Frau Meisterin erkannt/ der Ritter aber Herr Schillingk von Buschfeldt/ wie ein Einsiedler gelebt in der Welt/ in dieser Kirche er auch begraben ligt/ und rawet bis an das jüngste Gericht/ Gott der dies Kloster so viel hundert Jahr/ bewahrt hat gnädiglich vor manche Gefahr/ wolle dasselbe hinführo behueten/ von Krieg, Brand und der Feynde Wuetten."

Roisdorfer Wallfahrtsfahne mit der Darstellung der Rosa Mystica in der Rosenhecke

Legende und Geschichte vermengen sich in diesem Bericht, der die wunderbare Auffindung eines Bildnisses der Mutter Gottes in einer (Rosen-)Hecke des Kottenforstes durch den Bornheimer Burgherren Wilhelm gen. Schilling beschreibt, und der die Gründung des Frauenstifts Schillingskapellen bei Dünstekoven am Swistbach, wenige Kilometer von Buschhoven entfernt durch eben diesen Ritter schildert. Die Darstellung nimmt auf die bis heute im Pfarrarchiv erhaltenen Gründungs- und Schenkungsurkunden Bezug: Der Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena bestätigte so in einer Urkunde des Jahres 1197, dass der Ritter Wilhelm aus eigenen Mitteln das Stift Kapellen erbaut und mit Gütern beschenkt habe, es in frommem Gedenken an sein Seelenheil Schwestern übergeben und dem Abt von Floreffe unterstellt habe. Die Zahl der Schwestern, so die Urkunde, solle 40 nicht überschreiten, drei Priester und ein Diakon die Schwestern in geistlichen Dingen versorgen.

Schillingskapeller Siegel aus der Mitte des 13. Jahrhunderts

Den Ritter Wilhelm I. gen. Schilling – übrigens in der Tat des Einzigen, der hier zur damaligen Zeit das Jagdrecht im Kottenforst hatte –, kennt man auch als Zeugen in anderen zeitgenössischen Urkunden. Als Bornheimer Burgherr gehörte er zum Kreis der Ministerialen, also der Dienstmannen der Kölner Erzbischöfe, und er stand bei diesen offenbar in hohem Ansehen, zudem nannte er beträchtlichen Allodialbesitz zu beiden Seiten des Villerückens sein eigen. Dass Wilhelm, der ein Teilnehmer des 3. Kreuzzugs in Hl. Land (1182-1192) gewesen sein könnte, mit Schillingskapellen an der Swist ein Hausstift gründete, dessen Insassen wohltätig wirkten, war in Kreisen aufstrebender Ministerialenfamilien wie der seinen üblich. Ebenso gehörte es zum damaligen Brauch, solche Gründungen mit Angehörigen der stiftenden Familie zu besetzen – die erste Äbtissin von Schillingskapellen war in der Tat Wilhelms Tochter Laetitia. Auf diese Weise wurde das fürbittende Gebet der frommen Stiftsdamen für die dort begrabene Gründerfamilie über Jahrhunderte hinaus gesichert. Wie die Nennung des Abts von Floreffe zeigt, folgten die in Schillingskapellen lebenden Schwestern den Regeln des noch jungen Reformordens der Prämonstratenser. "Conventus ecclesiae beatae marie virginis de Capella" lautete, wie erstmals eine Urkunde des Jahres 1222 verrät, der offizielle Name des Stifts. Das Bild der Muttergottes mit dem Kind schmückte seit der Mitte des 13. Jahrhunderts die Siegel des Prämonstratenserinnenstifts, das über eine Reihe von Jahrhunderten blühen und segensreich wirken sollte.

Gnadenbild der Rosa Mystica zu Buschhoven

Im Jahr nach der Gründung, 1198, erfolgte eine Schenkung zugunsten „Sancte Marie super altare virginis de Capella“. Dies wird als Hinweis auf das Vorhandensein einer Marienstatue über dem Hauptaltar der Stiftskirche verstanden. Es dürfte sich hierbei bereits um das heute in Buschhoven verehrte Gnadenbild gehandelt haben, das sich als Werk des späten 12. Jahrhunderts bestimmen lässt, mithin eigens für die Ausstattung des neuerbauten Stiftes geschaffen worden sein dürfte. Ernst und hoheitsvoll sitzt die Gottesmutter, durch ihre langen Haarflechten als Jungfrau gekennzeichnet, auf einem reichgeschnitzten Thron, mit grünem Kleid nach höfischer Mode, rotem Unterkleid und goldenem Mantel versehen, mit ihren übergroßen, doch feinen Händen den Jesusknaben auf ihrem Schoß eher ehrfurchtsvoll darbietend als haltend. Auch dieser trägt ein goldenes Kleid, ist mit Krone und Szepter als König ausgewiesen und erhebt den rechten Arm zum Segen.

Gnadenbild im Schmuck des Rosenfestes

Es handelt sich hier um eine klassische spätromanische Madonna vom des Typus der „Sedes sapientiae“ – Sitz der Weisheit. Eng verwandt ist die Darstellung der berühmten Madonna aus dem nicht weit entfernten Kloster Hoven. Nicht die menschliche Beziehung zwischen Mutter und Kind wird herausgestellt, sondern Maria als Thron des Weltenherrschers begriffen. Maria tritt in dienender Funktion zurück. Sie ist der Sitz dessen, den Gott als sein endgültiges Wort zu den Menschen gesandt hat. Dieser Bildtypus gilt in der Ostkirche denn auch als Nikopoia, als Siegbringerin, die Christus, denn Sieger über Sünde und Tod, den Menschen zeigt.

Rosengeschmückter Brudermeisterstab der Roisdorfer Wallfahrer

Obwohl sich an der Schillingskapeller Madonna selbst keine Anspielung hierauf findet, verlieh man ihr als besonderen Ehrentitel bald den der Rosa Mystica, der Geheimnisvollen Rose. Ein solcher Vergleich Mariens mit einer Rose entsprach einer altehrwürdigen Tradition, die erstmals im 4. Jahrhundert bei Ephraim dem Syrer fassbar ist, der die Gottesmutter als „begehrenswerte Rose der Schönheit der Erde“ pries. Maria, die von der Erbsünde Unberührte, konnte als Verkörperung der ursprünglichen Reinheit und Schönheit, die Gott dem Menschen zugedacht hatte, gelten und daher mit der schönsten und edelsten Blume, der Rose, verglichen werden.

Madonna im Rosenhag von Stefan Lochner, um 1448

Daneben stand die marianische und christologische Deutung der Prophezeiung Jesajas, dass aus der Wurzel Jesse ein Spross erwachsen, d.h. aus dem Geschlecht Davids der Messias hervorgehen werde. Es entwickelte sich das Wortspiel virgo (Jungfrau) und virga (Spross): Maria ist der Spross, der aus der Wurzel hervorgeht und der die Blume, Christus, erblühen lässt. In der hoch- und spätmittelalterlichen Kunst findet sich die Verbindung Mariens mit der Rose vielfältig ausgedrückt in Plastik (Marienstatuen mit einer Rose in der Hand), Malerei (Maria im Rosenhag) und Architektur (rosenförmige Grundrisse von Marienkirchen, z.B. der Liebfrauenkirche Trier, die Fensterrose von Notre-Dame in Paris mit Maria im Zentrum) und vor allem in der geistlichen Dichtung. Nicht zuletzt trug die bei Wallfahrern beliebte Lauretanische Litanei mit ihrer Anrufung „Rosa Mystica – ora pro nobis“ zur Verbreitung dieses Bildes bei. In diesem Zusammenhang ist die betende Versenkung in die Geheimnisse der Heilsgeschichte mittels des Rosenkranzes zu erwähnen.

Ehemaliges Kloster, heute Gut Schillingskapellen

Wenn die Gründungslegende von Schillingskapellen von der wunderbaren Auffindung der Statue in der Rosenhecke berichtet, so ist dies freilich weniger als historische Tatsache zu werten, denn als Ausdruck der besonderen Gnade, die man als über das Marienbild vermittelt wusste. Die Schillingskapeller Madonna wurde so rasch Gegenstand der frommen Verehrung des Volkes, zum Gnadenbild, zu dem sich eine rege Wallfahrt entwickelte. Bereits für das Heilige Jahr 1300 ist die Privilegierung der Wallfahrt durch einen vierzigtägigen Ablass bezeugt, den im Lateran zu Rom elf Bischöfe allen denen gewährten, die als demütige Pilger das Stift besuchen oder es unterstützen. Ein neuer Hauptaltar zu Ehren der hl. Jungfrau Maria wurde in der Stiftskirche im Jahre 1382 geweiht und in ihn wurde selbstverständlich auch das alte Gnadenbild wieder eingefügt, das wohl zu diesem Zweck mit zwei neuen Sesselwangen im gotischen Stil versehen wurde. Alle sieben Jahre machten die Wallfahrer aus nah und fern, nicht zuletzt aus Ungarn, die zur den Aachener Heiltümern unterwegs waren, in Schillingskapellen Station.

Reliquienschrank in der Buschhovener Wallfahrtskirche

In jedem Jahr jedoch, am Sonntag vor dem 24. Juni, dem Geburtsfest Johannes des Täufers, des zweiten Patrons des Klosters, mithin in der Zeit, in der die Rosen am prächtigsten blühten, fand das Fest „Maria-Rosen“ statt, bei dem das Gnadenbild in feierlicher Prozession durch die Anlagen des Klosters und ins Feld hinein geleitet wurde. Ein Rosenbaum wurde geschmückt, Rosen und Rosenöl geweiht, kostbare Reliquien vorgezeigt, so z.B. das mit 47 blutbefleckten Einstichen versehene Gewand des 1225 ermordeten Kölner Erzbischofs Engelbert von Berg.

Bischof Marc Antoine Berdolet von Aachen

All dies fand ein vorläufiges Ende durch die Säkularisation des Jahres 1802, der die Klöster und Stifte des französisch besetzten Rheinlands und mit ihnen eben auch das Prämonstratenserinnenstift Schillingskapellen zum Opfer fielen. Die adligen Stiftsdamen wurden vertrieben, der Stiftsbesitz öffentlich versteigert, die Gebäude zu dem Gutshof umgebaut, der bis heute – immer noch sehenswert – besteht, wobei die Stiftskirche z.T. niedergelegt und zum Schuppen umfunktioniert wurde.

Um den Verbleib des Gnadenbildes, das man zunächst versteckt hatte, entbrannte ein Streit. Es sollte nach Bornheim, also zum Wohnsitz des dortigen Burgherrn als des Nachfolgers des Stiftsgründers, oder aber ins Bonner Münster als der Hauptkirche der Gegend übertragen werden, doch erreichte Jakob Brünagel, Buschhovener Schöffe, beim Aachener Bischof, dass es in die zuständige Pfarrkirche zu Buschhoven gelangte, mithin unweit seines ursprünglichen Aufbewahrungsortes verbleiben konnte. 1806 fand die feierliche Übertragung nach Buschhoven statt, wohin nun natürlich auch das Fest „Maria-Rosen“ wanderte.

Rosenfest zur Zeit von Rosenpastor Willhelm Tent

Dieses Fest nahm einen erneuten Aufschwung auf Initiative des Buschhovener Pfarrers Wilhelm Tent, des sog. "Rosen-Pastors", der, von 1921 bis 1959 amtierend, die intensive Marienverehrung unserer Heimat auf frühe, ja vorchristliche Traditionen zurückzuführen versuchte, und der dem bis dahin schlichten Fest die reichen Formen verlieh, die es im wesentlichen noch heute prägen: Triumphbögen, Maien und Altärchen schmücken seither die Dorfstraßen, durch welche die Prozession mit dem Gnadenbild, von weißgekleideten „Rosenmädchen“ geleitet, zieht, wobei seit einigen Jahren bei der Prozession das kostbare Gnadenbild durch eine Kopie ersetzt wird.

Auch der Zweite Weltkrieg tat der Beliebtheit des Buschhovener „Maria-Rosen“-Festes, das sich stets dadurch auszeichnete, dass es hier weder Kirmesrummel noch Devotionalienkitsch gab, keinen Abbruch. Das Gnadenbild zog 1974 von der alten in eine neuerbaute Wallfahrtskirche um, wo es, von einem gläsernen Schrein geschützt, auch außerhalb der Wallfahrtszeit zum Zweck des Gebets, der Verehrung und des Dankes rege besucht wird. Marmorne Votivtäfelchen und eine Vielzahl stets brennender Lichter zeugen hiervon.

Marianisch geschmückter Hauptaltar der Pfarrkirche

Buschhoven mit den Gnadenbild der Rosa Mystica ist heute der bedeutendste Marien-Wallfahrtsort des Bonner Raums. Das Rosenfest am Sonntag vor dem Johannistag geht mit der Prozession und dem Rosensegen noch keineswegs zu Ende. Die ganze Oktav hindurch finden vielfältige Hl. Messen, musikalische Andachten und Prozessionen statt.

Die Roisdorfer Wallfahrer machen sich wieder auf den Heimweg

Die Wallfahrer indes machen sich nach dem Besuch der nachmittäglichen Marienandacht wieder auf den Rückweg durch den Villewald, hierbei auch gelegentlichen Platzregen trotzend, vorbei an "Eisernem Mann" und "Kamelleboom", und tragen auf diese Weise den empfangenen Segen in die heimatliche Pfarrgemeinde.

Roisdorfer Fußpilger beim Abgang auf dem Schützenplatz

Wer Lust hat, sich beim nächsten "Maria-Rosen"-Fest mit den Roisdorfer Fußpilgern auf den Weg zum ca. 12 km entfernten Buschhoven zu machen, ist herzlich eingeladen, sich am Sonntag vor dem 24. Juni um 6.15 Uhr, auf dem Schützenplatz, Essener Straße, einfinden – ausgerüstet mit Wanderkleidung und Proviant für die Rast am "Eisernen Mann".

Madonna aus Kloster Schillingskapellen im Frankfurter Liebieg-Haus

... übrigens:

Wenig bekannt ist, dass die Rosa mystica sozusagen eine Schwester hat. Im Frankfurter Liebieg-Haus, der berühmen Skulpturensammlung, befindet sich eine thronende Madonna, die ebenfalls aus Kloster Schillingskapellen stammt und wohl zeitgleich mit der Rosa mystica entstand. Da sie zu Zeiten des Klosters nicht öffentlich zugänglich war, hat sie stets weniger Aufmerksamkeit erfahren. Die Skulptur, die leider nur fragmentarisch erhalten ist - so fehlt der Christusknabe - wird zwar als qualitätsvoller gearbeitet angesehen als die Rosa mystica, doch für den vor dem Bildnis der Mutter Gottes Betenden ist die Gnade, die ihm vermittelt wird, weit wichtiger als der kunsthistorische Wert.