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Kalender 2019

"Roisdorf wie es war"

Titelbild

Ein Blütenteppich für den Leib des Herrn, 1964

Quelle: Landsberg, Donnerstein

Für die Anwohner des Weges, den die Fronleichnamsprozession nahm, war es in früheren Jahrzehnten stets eine Selbstverständlichkeit, das durch die Straßen des Dorfes getragene Allerheiligste nicht nur mit kleinen blumengeschmückten Altären vor dem Haus und mit aufgestellten Fähnchen in Kirchenfarben zu ehren, sondern auch mit einem durchge-henden Blütenteppich, den dann nur der die Monstranz tragende Pastor betreten durfte. Groß und Klein waren in den Tagen vorher damit beschäftigt, genügend frische Blüten und Blätter, etwa von Pfingstrosen und Robinien, zu sammeln, sie dann am Morgen des Fronleichnamstags mittels eigens angefertigter Rahmen zu arrangieren. Man sieht auf unserem Bild die Anwohner des damals noch wesentlich dörflicher als heute wirkenden Donnersteins, zum Teil bereits für das Hochamt und die Prozession sonntäglich gekleidet, bei diesen Vorbereitungen. Auch wenn es Teppiche auf der Straßenmitte inzwischen nicht mehr gibt, so ist es doch sehr erfreulich, dass engagierte Nachbarschaften, nicht zuletzt auf dem Donnerstein, weiterhin die Stationsaltäre der Prozession mit viel Liebe, Mühe und Geschmack mit Blüten, Blumen und Maien gestalten. Hier kann Roisdorf für manchen Nachbarort ein Vorbild sein.

Januar

Großbürgerliche Wohnkultur, 1920er Jahre

Quelle: Heimatfreunde Roisdorf

Die ab 1853 in Roisdorf ansässige Lederwarenfabrik Franz Wilh. Gam-mersbach hat bekanntlich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Ortes in den fast 100 Jahren ihres Bestehens nachhaltig beeinflusst. Die Angehörigen der wohlhabenden Fabrikantenfamilie gehörten selbst-verständlich zu den dörflichen Honoratioren und nahmen hier allerhand weltliche und kirchliche Ehrenämter wahr. Nach dem Tod des Gustav Adolf Gammersbach, des Sohnes des Firmengründers Franz Wilhelm, im Jahre 1905 führte dessen Witwe Maria Magdalena, Tochter des Landrats des Siegkreises Franz Heinrich Wülffing, das Geschäft zusammen mit ihren Söhnen Franz und Wilhelm weiter, dies auch noch nach dem Ersten Weltkrieg. Wie erfolgreich man dabei war, zeigte der Neubau der reprä-sentativen, bis heute erhaltenen Gammersbach‘schen Villa in der Brunnenallee in den 1920er Jahren. Die mit unserem Foto dokumentierte geschmackvolle Einrichtung des Gartensalons der Villa zeigt, dass die Gammersbachs damals ausgesprochen nobel zu wohnen wussten.

Februar

„Mer losse de Äerzebär danze!“, 1992

Quelle: Stadler, Pützweide

Man sieht ihn heute an der Spitze des Kölner Geisterzugs, und auch an anderen Orten hat man ihn wiederbelebt: Den sog. Äerzebär, einen in Erbsenstroh gebundenen Burschen, den man an Fastnacht wie einen Tanzbär durch das Dorf führte, quasi als Verkörperung des Winters, den man auszutreiben trachtete. Auch bei uns hatte es ihn im 19. Jahrhundert gegeben, wenn auch weniger zur Fastnachtszeit, als vielmehr zur Zeit der Weinlese: Auf dem Platz vor der Kapelle am Lindenberg versammelten sich die Roisdorfer, sprachen dem neuen Weinmost zu und ließen den Äerzebär tanzen. Von seinen Begleitern wurde dieser zudem durchs Dorf von Winzer zu Winzer geführt, wo er für seine Kunststücke stets mit einem Kruge frischem Wein belohnt wurde „bis schließlich der Bär mit seinem Führer, und ein großer Teil der Gesellschaft sich in der Josse herumwälzten. Dann hieß es, der neue (Wein) ist gut, denn er hat sie in den Dreck geschmissen“, so Dorfchronist Wilhelm Rech. Die neugegründeten Heimatfreunde Roisdorf führten diesen schönen Brauch nochmals im Karnevalszug vor, wobei der Äerzebär (Karlheinz Hundhausen) mangels Erbsenstroh allerdings mit einem Kostüm aus einfachem Getreidestroh vorliebnehmen musste, das sich im Laufe des Zuges mehr und mehr auflöste.

März

Ein verschollener Heiland, Mitte 1950er Jahre

Quelle: Stadtarchiv Bornheim

Spezialität des Bonner Bildhauers Jakobus Linden (1886-1950) waren die Mahnmale zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, von denen es immer noch eine Reihe in Bonn und Umgebung gibt. Aber auch sakrale Bildwerke sind bis heute hier zu finden, so als herausragendes Werk der monumentale „Segnende Christus“, den Linden auf Betreiben des Vorgebirgsrebellen Wilhelm Maucher unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs am heutigen Alfter-Roisdorfer Friedensweg aufstellte. Die Roisdorfer Pfarrgemeinde gab ihm wenig später den Auftrag, die als Dank für die Verschonung des Ortes im Kriege am Lindenberg aufgestellten provisorischen Kreuzwegstationen durch steinerne Stationen zu ersetzen. Als Probestück hierfür lieferte er die Statue des kreuztragenden Christus. Hierbei blieb es jedoch, da Linden wenig später verstarb. Erst 1962 konnten die nun von dem Kölner Bildhauer Alois Wyrobek geschaffenen steinernen Stationen dort aufgestellt werden. Was mit dem schönen Probestück Lindens geschah, das hier offenbar im Garten des Pastorats abgestellt von dem Bornheimer Heimatforscher Norbert Zerlett abgelichtet wurde, ist leider unbekannt.

April

Stolze I-Dötzjen auf dem Schulhof, 1959

Quelle: Heimatfreunde Roisdorf

Man kann den Kindern, die sich hier auf der rückwärtigen Treppe des Schulhofs der alten Volksschule in der Brunnenstraße präsentieren, den Stolz ansehen: Endlich wurde man eingeschult. Und entsprechend hatten die Eltern die Kinder fein herausgeputzt, wobei natürlich auch die bunt beklebte spitze Schultüte, gefüllt mit allerhand Süßigkeiten und sonstigen Leckereien, nicht fehlen durfte. Der erste Schultag wurde damals feierlich gestaltet. Nach der offiziellen Begrüßung der Kinder und ihrer Eltern durch Hauptlehrer Josef Görtz wurden die Eltern verabschiedet und das jeweilige „Fräulein“, das als Klassenlehrerin fungieren sollte, stimmte die Kinder auf das Kommende ein. Es war wohl die Erfahrung eines Schul-anfängers, dass der anfängliche Stolz rasch der Erkenntnis weichen sollte, dass man nun, statt wie zuvor im Kindergarten einer von den Großen, einer von den Kleinsten in der Gemeinschaft sein sollte, den die wirklich Großen aus der Oberklasse glaubten als „I-Dötzjen“ hänseln und herumschubsen zu dürfen. Aber irgendwie hat man dies immer noch überwunden.

Mai

Roisdorf hat wieder einen Junggesellenverein, 1995

Quelle: Heimatfreunde Roisdorf

Bereits im 19. Jahrhundert pflegte man bei uns in Roisdorf, wie alte Berichte bezeugen, das Maibrauchtum, wobei Mailehen und Maispiel alljährlich von den sich zu diesem Zweck zusammenfindenden Junggesellen des Dorfes organisiert wurden. Eine Reihe von Fotografien von der Zeit um 1900 bis in die 1950er Jahre hinein sind Zeugnisse des hier blühenden Junggesellenwesens. Zeitweise gab es sogar gesonderte Vereine im Ober- und Unterdorf. Es war nicht zuletzt der Initiative von Frank Koch und Jochen Romes zu verdanken, dass am Nikolaustag des Jahres 1994 in der Gaststätte „Alt Roisdorf“ im Oberdorf 35 junge Roisdorfer erneut einen Junggesellenverein gründeten, der sich nach dem aktuellen Lied der „Höhner“ fortan „Echte Fründe“ nannte. Im folgenden Frühjahr gab es erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Mailehenversteigerung, bei der es Michael Schumacher gelang, als seine Maikönigin Daniela Rech von der Wolfsburg zu ersteigern. Unser Bild zeigt die Krönung des schmucken neuen Maikönigspaars durch Diakon Theodor Königshofen am Maiabend. Der seit nunmehr 25 Jahren bestehende Junggesellen-verein ist mit der Ausrichtung von Maiabend und Maifest samt Aufstellung des Maibaums am Dorfplatz nicht mehr aus dem Leben des Dorfes wegzudenken.

Juni

Die letzte Fahrt des „Feurigen Elias“, 1929

Quelle: Flohr, Friedrichstraße

Rauchend und schnaufend kam sie daher, so wie in biblischen Zeiten der feurige Wagen, in dem der Prophet Elias gen Himmel entrückt wurde. Rasch wurde sie daher der „Feurige Elias“ genannt: die Vorgebirgsbahn, die ab 1897/98 von Bonn über Brühl nach Köln und zurück verkehrte. Sie fuhr an den Dörfern des Vorgebirges entlang, war sie doch nicht zuletzt dafür gedacht, den Städtern einen erholsamen Ausflug in die Baumblüte oder zum Spargelessen zu ermöglichen sowie – buchstäblich im Gegenzug – den Landwirten einen bequemeren Transport ihrer Waren zu den Märkten in Köln und Bonn. In Roisdorf führte die Strecke über die Brunnenallee und die Friedrichstraße, wo sich auch das Bahnhöfchen befand und gegenüber die Bahnhofswirtschaft Schlitzer, heute Hamacher, gelegen war. Aufgrund der Elektrifizierung und der teilweisen Verlagerung der Strecke in Roisdorf kam es jedoch, von vielen betrauert, am 30. Juni 1929 zur letzten Fahrt des „Feurigen Elias“. Unser historisches Bild – das einzig bekannte Foto von ihr in Roisdorf – zeigt die Bahn an diesem Tag vor der im Rauch verschwindenden Gastwirtschaft.

Juli

Bedenkliche Idylle, ca. 1943

Quelle: Tang, Bonn-Mehlem

Haus Wittgenstein am Vorgebirgshang, auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burganlage in der Mitte des 19. Jahrhunderts als repräsentative klassizistische Villa errichtet, hat im Laufe seines Bestehens manche unterschiedliche Nutzungen erfahren: Landsitz einer betuchten Kölner Adelsfamilie, Residenz der Schwiegermutter der holländischen Königin, „Parksanatorium“, Parteizentrale der Grünen, heute Sitz des Bibelseminars Bonn. Im Jahre 1934 wurde darin ein Lager des Reichs-Arbeitsdienstes „1/103 Roisdorf“ für sog. „Arbeitsmaiden“ eingerichtet. Junge Mädchen verbrachten hier ein halbes Jahr ihres Dienstes, arbeiteten im Haus selbst oder bei Bauern des Dorfes. Die Erinnerung daran, wie sie in ihrer Ausgehuniform gleichsam militärisch durch das Dorf marschierten, gibt es in Roisdorf bis heute, ebenso an ihren seltsamen Ruf „Ah loff loff“. Erhalten ist von dieser merkwürdigen Nutzung im Geist des Nationalsozialismus das Gästebuch des Hauses, darin Zeichnungen und romantisierende, mit launigen Sprüchen versehene Schilderungen des Lebens der jungen Mädchen, die am Ende des verlorenen Krieges das Haus natürlich verlassen mussten.

August

„Empor zur Kunst“, 1924

Quelle: Schaden, Bonne Straße

Zum vielfältigen Roisdorfer Vereinsleben der 1920er und frühen 1930er Jahre gehörte auch der Theaterverein, dessen Motto „Empor zur Kunst“ man 1924 auf der aufwändig gestalteten Vereinsfahne präsentierte. Die Fahne zeigt auf der anderen Seite auf kostbarem blauen Samt gestickt eine geradezu avantgardistisch gestaltete Szene, in der eine eulenspiegelartige Gestalt mit grotesk langen, schellenbesetzten, sich um seine Waden wickelnden Eselsohren. Sie führt an Fäden sich umarmende Marionetten, wohl Harlekin und Columbina aus der Commedia dell’Arte darstellend. Erhaltene Reclam-Hefte des Vereins zeigen das Repertoire des Vereins an, das von Dramen wie Schillers Kabale und Liebe über Hebbels Trauerspiel Maria Magdalena bis zu Anzengrubers Bauern-komödie Der G’wissenswurm reichte, aber auch Märchenspiele und offenbar sogar Opern umfasste – Stücke, die man in den Roisdorfer Gastwirtschaftssälen und im Saal des Wohlfahrtshauses aufführte. Als wesentliche Träger des Vereins erscheint die Familie Schaden, aus deren Keller in der Bonner Straße die Fahne und die Hefte kürzlich ans Licht geholt wurden, aber auch etwa die in mancher Hinsicht künstlerisch wirkende jüdische Familie Feldmann aus der Poststraße.

September

Ein Schlückchen in Ehren …, 1950er Jahre

Quelle: Heimatfreunde Roisdorf

Wenn die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft etwas zu feiern hat, dann ist dies bis heute ein Ereignis, das im ganzen Ort Aufmerksamkeit findet, zumal die Schützen in ihren schmucken Uniformen von Musik begleitet durch die Straßen zu marschieren pflegen. So zieht man etwa beim Patronatsfest im Januar nach dem Krönungshochamt in Reih und Glied von der Kirche zu der Gastwirtschaft, holt man den noch amtieren-den Schützenkönig beim sommerlichen Schützenfest zum neuen Königs-schießen bei ihm zuhause ab. Aufzeichnungen im erhaltenen „Reglemangsbuch“ des 1848 gegründeten Schützenvereins belegen (hier nachzulesen), dass dergleichen bereits vor 150 Jahren in dieser Art gehandhabt wurde. Die hier abgebildete Szene spielt sich in der Brunnenstraße ab – man erkennt links etwa die inzwischen verschwundene lange Front der Volksschule. Einer der Schützen begrüßt seine Schützenbrüder mit einem Gläschen Weinbrand, und auch der anwesende Schützenpräses Pastor Matthias Ossenbrink lässt sich dieses gut schmecken. Wer will es ihm verdenken?

Oktober

Wer beherrscht seinen Hula-Hoop am besten?, 1959

Quelle: Mäsgen, Brunnenallee

Nimmt man in gereifterem Alter mit unverständigem Kopfschütteln ju-gendliche Trends wie die „Pokémon Go“-Jagd auf virtuelle Monster oder Fingerübungen mit „Fidget Spinnern“ wahr – Trends, die in der Regel ebenso schnell wieder vergehen, wie sie gekommen sind – so erscheint es sinnvoll, sich an die eigene Kindheit zu erinnern, als es Vergleichbares ebenfalls gab. So schwappte in den späten 1950er Jahren die „Hula Hoop“-Bewegung von den USA aus mit Macht über den Atlantik. Dort hatte man eine Plastik-Version des zuvor in Australien aus Bambus gefertigten Reifens entwickelt und wusste diese weltweit erfolgreich zu vermarkten. Jedes Kind und jeder Jugendliche, der etwas auf sich hielt, übte sich bald im Hüftschwung mit den bunten, plötzlich überall präsenten Plastikreifen. Auf unserem Bild sind es Heinz Schmidt, Wilfried Heuser und Rudolf Görtz auf dem damals noch unbefestigten, gerade erst mit Neubauten versehenen Bendenweg, die ihre neuerworbene „Hula Hoop“-Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

November

Unser Dorf in der Mitte des 20. Jahrhunderts, ca.

Quelle: Jakobs, Oberdorfer Weg

Ansichtskarten zu schreiben ist im Zeitalter von WhatsApp, Facebook und dergleichen weitgehend außer Gebrauch gekommen. Entsprechend werden von den Verlagen auch kaum noch welche gedruckt. Schade! In den 1950er Jahren schrieb man solche Karten indes nicht nur aus klassischen Urlaubsorten, sondern benutzte man sie auch anderenorts gerne für das Versenden familiärer Nachrichten jedweder Art. Auch für Roisdorf existierten damals eine ganze Reihe solcher Karten, auf denen Gesamtansichten und einzelne Sehenswürdigkeiten wiedergegeben wurden. Die vorliegende, die den Bereich Brunnenstraße, Siegesstraße und Burgstraße (wie damals das Siefenfeldchen noch hieß) samt dem dahinter liegenden Hangbereich zeigt, lässt noch große landwirtschaftlich genutzte Flächen erkennen, die heute bebaut sind, ebenso einige heute nicht mehr existierende Gebäude wie die damals noch intakte alte Pfarrkirche samt Pastorat und die Schule in der Brunnenstraße. Aber auch der damals wohl noch im Bau begriffene, heute bereits wieder verschwundene Kindergarten in der Siegesstraße ist hier auszumachen … ein wichtiges Dokument für die bauliche Entwicklung unseres Dorfes.

Dezember

Kriegsweihnacht, 1943

Quelle: Rech, Heilgersstraße

Eine junge Frau mit Kindern vor geschmücktem Weihnachtsbaum und Krippe – ein Bild, wie es sich in vielen Familien findet, eigentlich nichts Besonderes. Gleichwohl ist unser Bild das einer historischen Situation. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man nämlich auf dem Tischchen vor dem Baum platziert das gerahmte Foto der Frau mit einem der beiden Kinder – und ihrem Mann in Wehrmachtsuniform. Den Ehemann, Vater oder Sohn, der am Weihnachtsfest an der Front war und eben nicht zuhause bei der Familie sein konnte, wenigstens auf diese Weise beim Fest dabei zu haben, war damals durchaus üblich. Unser Bild zeigt Anna Rech, geb. Schmidt, mit den Kindern Marianne und Heinz aus der Siegesstraße. Der Vater in Uniform, Christian Rech, galt damals bereits als vermisst und er blieb dies auch nach Kriegsende. Heinz sollte seinen Vater nie kennenlernen.